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Konzept

Im Folgenden sind skizziert:

-Projektgeschichte

-Permakultur

-Ziele des Vereins

-Strategien / Möglichkeiten zur Verwirklichung

-Sortimentsliste zukunftsträchtiger Nutzgehölze

-Kontaktliste / Vernetzungen des Vereins

-Literatur

PROJEKTGESCHICHTE

Das Projekt „Kulturpflanzen-Pflanzenkultur-Permakultur“ war bereits Bestandteil der Bewerbung der Stadt Kassel zur Kulturhauptstadt Europas.

Seit 2005 ist es mit einem offenen Experimentiergarten unter dem Namen „plan t“ im öffentlichen Raum der Stadt verankert, angegliedert an die vielfältig vernetzte Kulturinitiative TRA.FO am Lutherplatz (www.trafohaus.eu).

Hier wird auf kleinster Fläche neben Schönheit und Vielfalt auch pflanzliches Vermehrungsmaterial seltener Kulturpflanzen produziert.

Das Gesamtprojekt zielt darüber hinaus schwerpunktmäßig auf die Anreicherung der Stadt mit Fruchtgehölzen (u.a. Walnuss, Esskastanie und Obst: Stichwort „essbare Stadt“) und somit auf eine neue, zu entwickelnde Qualität der städtischen Freiraumnutzung mit relevanter Wirkung für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.

PERMAKULTUR

Permakultur ist eine umfassende Planungs- und Gestaltungsmethode für nachhaltige, energieeffiziente Lebensräume.

Permakultur-Systeme sollen dauerhaft und vielfältig nutzbar sowie produktiv sein und im Idealfall mit einem Minimum an Fremdenergie auskommen, indem es die vorhandenen Kräfte und Ressourcen nutzt. Die Funktion des Menschen soll dabei nicht die eines ständigen (Um-) Gestalters sondern eher die eines Initiators und Steuermanns des Systems sein. In die Planungen ("Designs") fließen standörtliche, energetische und soziale Faktoren sowie ihre Beziehungen untereinander ein.
(Def. von Christian Skiba, cityfarmer,de)

aktuelle ZIELE des Vereins:

ÖKOLOGISCH

Anreicherung der Stadt Kassel mit Fruchtgehölzen und Nutzbiotopen

Artenvielfalt und Lebendigkeit

Erhaltung alter Kultursorten, Kultivierung wertvoller Wildsorten

Multifunktionalität: hoher ästhetischer Wert + nutzbare Erträge

Erhaltung und Pflege bestehender städtischer Streuobstwiesen

Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Bindung

Erkenntnisgewinn über alternative Bepflanzung in bezug auf den Klimawandel

nachhaltige, gemeinschaftsfördernde und produktive Flächennutzung

SOZIAL

Beitrag zur Gemeinbildung durch Bewusstseinsbildung für die Abhängigkeit von den natürlichen Lebensgrundlagen und Kreisläufen

Vermittlung von Kulturtechniken (z.B. Veredelung, Pflanzungen, Baumpflege)

Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes durch Partizipationsangebote für interessiere Bürger / Nachbarschaften

Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, sozialer und ökologischer Verantwortung und Gestaltungskompetenz

Entwicklung von Nutzungsstrukturen

ÖKONOMISCH

Erschließung von Flächen für eine vielfältige lokale Nutzpflanzenproduktion

Entwicklung von Nutzungsstrukturen für Ernte, Verteilung/Vermarktung

Stärkung der kommunalen Resilienz im Sinne von Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Elastizität ( > die Fähigkeit eines Systems, im Falle von Veränderungen oder heftigen äußeren Einwirkungen seinen Zusammenhalt zu bewahren und weiter zu funktionieren)

Beitrag zur Relokalisierung der Nahrungsmittelproduktion

Beitrag zur Nahrungsmittelsicherheit

Kassel als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit (Profilgewinn, Stadtmarketing)

STRATEGIEN / Möglichkeiten zur Verwirklichung

sukzessive Einzel-/Kleingruppen-Pflanzungen von v.a. Walnuss und Esskastanie auf marginalen städtischen Flächen in Abstimmung mit dem Umwelt-und Gartenamt, Arbeitstitel „Dekadenbäume“. Kooperation mit Galama denkbar.

Polykulturen für Nachbarschaften unter Partizipation von Anwohnern, Strauch-/Baumspenden, Senior-Junior-Patenschaften, partizipative Permakulturplanung und Umsetzung.

Fruchthaine, Esswäldchen, Gemeinschaftsgärten insbesondere in Stadtteilen mit hohen Armutsanteil, in Abstimmung mit dem Umwelt- und Gartenamt und den Ortsbeiräten

Entwicklung von Nutzungsstrukturen für Ernte, Verteilung/Vermarktung (z.B. Nachbarschaftsvereine, Tauschring, Saftmobil, Silka, GemüseSelbstErnte, Kasseler Tafel, Free Mobil etc.)

Gewährleistung von Pflege und Erhaltung durch den Verein „Essbare Stadt e.V.“, der durch Vermittlung von Kulturtechniken wie Baumpflanzung und –pflege zur Gemeinbildung beiträgt

Gründung einer beim Umwelt- und Gartenamt angesiedelten Arbeitsgruppe „essbare Stadt“ zur Flächenfindung, Koordination und Planung

Berücksichtigung / Freihalten von zukünftigen Flächen für lokale Nahrungsmittelproduktion auf Ebene der Stadtplanung

Pflanz-Angebote für private Gärten

Kooperation mit Schulen und Kindergärten, „Beerenoffensive“

Kooperation mit Wohnbaugesellschaften, der Uni Kassel und Firmen

die Stadt Kassel nutzt das Potential der Projektidee offensiv (Leuchtturm), um sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit zu profilieren („Stadt im Wandel“, „StadtFruchtGenuß“, „Dekadenbäume“, „WalnussWald Kassel“ etc.).

Mittel für die Umsetzung incl. Pflege werden über Spenden und Förderer durch den Verein „Essbare Stadt e.V.“ akquiriert.

im größeren Maßstab können in Kooperation mit der Stadt Kassel Landes-, Bundes- und EU- Gelder beantragt werden. Das Projekt wäre z.B. ein sinnvoller Beitrag für das Bundesprogramm „Klimzug“ (Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten)

SORTIMENTSLISTE zukunftsträchtiger Nutzgehölze

Auswahl

Walnuss (Juglans regia)

Esskastanie (Castanea sativa)

Haselnuss (Corylus avellana / C. maxima)

Kirsche (Prunus avium)

Apfel (Malus domestica)

Pflaume (Prunus domestica / P.domestica ssp insistita)

Linde (Tilia spp)

Kornelkirsche (Cornus mas)

großfrüchtiger Weißdorn (Crataegus schraderiana / C.arnoldiana)

Kirschpflaume (Prunus cerasifera)

Mispel (Mespilus germanica)

Johannisbeere (Ribes nigrum / rubrum)

Apfelbeere (Aronia melanocarpa)

Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Erbsenstrauch (Caragana aborescens)

KONTAKTLISTE / Vernetzungen des Vereins

ÜBERREGIONAL

Permakultur Institut Deutschland e.V.

Permakultur Akademie Deutschland

EUPC / European Permaculture Convergence

Tony Anderson, urbane Permakultur Kopenhagen

Marlies Ortner, „essbare Stadt“ Wien

Transition Town Berlin – Friedrichshain/Kreuzberg

Allmende e.V., Verden

Stiftungsgemeinschaft ertomis / anstiftung

REGIONAL

„Stadt im Wandel“ Witzenhausen

Ulrike Lasker-Bauer, Baumschule Walsetal

Baumschule Pflanzlust, Nothfelden

Lehr- Versuchs- und Transferzentrum für ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Regionalentwicklung, Domäne Frankenhausen

gASTWERKe Escherode

LOKAL

demeter Lehr- und Vermehrungsgarten Waldhof, Kassel

Ku-Ki.e.V., Verein Kultur und Kinder

Uni Kassel, Fb Freiraumplanung

Soziokulturzentrum Werkstatt e.V.

Kulturfabrik Salzmann e.V.

Tauschring Kassel

Interkultureller Garten Waldau

Kulturnetz Kassel e.V.

Zentrum für biologische Vielfalt im Kasseler Becken e.V. (ZeBiViKs)

u.a.

LITERATUR

Urbane Subsistenz - Daniel Dahm. Gerhard Scherborn

Energiewende-Handbuch - Rob Hobkins

Plants For A Future - Ken Fern

Eine Mustersprache - Christopher Alexander